Grell stehen die backsteinernen Schlote in den Himmel. Vier heben sie sich von der blauschwarzen Ferne ab, kleben streng grasumwuchert im Betonplattenfeld. Wir versuchten ein Feuer zu entfachen, unseren Geist zu wärmen, ihm die Angst zu nehmen. Lau wirbelte der Spätsommerabend das früh gefallene Laub, staubbedeckt von unserer Liebe. Glattes Haar nach Birkenrinde duftend, rahmte die Nacht und versuchte mir Sicherheit zu geben. Die Welt war wüst, maschinengefangen im letzten Moment ihres Lebens, junge Pappeln versuchten ihre Kraft zu trinken, umringten sie in hungrigen Kreisen.
Wenn man die Ewigkeit glaubt zu spüren, vergisst man das Ende.
Ein Zustand so gebunden an die eigene Vergänglichkeit, angefüllt von warmen Regen und Lächeln, gewunden, wie ein Fluß, in dessen Biegung man die Tiefen des Gebirges erschauen kann.
Wo mein Auge sieht, stehen müde Gebäude, krank von Jahrhunderten Umgang mit Menschen, verblasste Bilder vergangener Hoffnung. Die Wesen, die sie bewohnen sind schattengleich, huschen durch die staubig feuchten Gemächer, einzige Liebkosung für ihre Gastgeber.
... Und dann war da noch Anna, die vor nicht allzu langer Zeit einen Sohn geboren hatte, allein.
Über Träume, die verloren scheinen, braucht man nicht mehr zu schreiben, das taten andere schon zur Genüge. |